25 Jahrgänge Gutsriesling
Robert Weil beeindruckt mit einer Vertikalen der besonderen Art
24. August 2018
Werner Elflein
Bild: weinfreaks.deIm Falle des Weinguts Robert Weil sind sich die meisten Weinjournalisten einig: Es zählt zu den besten Rieslingerzeugern Deutschlands. Den Grundstein für den Aufstieg zu einem der international renommiertesten Weingüter begann 1867, als Dr. Robert Weil Weinbergsbesitz im Kiedricher Berg erwarb. Mit dem Beginn des deutsch-französischen Kriegs 1870 gab Weil seine Deutsch-Professur an der Pariser Sorbonne auf und verlegte seinen Wohnsitz nach Kiedrich. Dort kaufte er 1875 die Villa des verstorbenen englischen Kunstmäzens Sir John Sutton, die bis heute Stammsitz des Weinguts ist.
Bild: WikipediaNeben seiner neuen Tätigkeit als Journalist erweiterte er seinen Lagenbesitz im Kiedricher Berg, insbesondere im heutigen Gräfenberg, der bereits im 12. Jahrhunderts als Mons Rhingravi (Berg des Rheingrafen) und 1258 als Grevenberg erwähnt wurde. Von 1907 an war das Weingut Mitglied in der Vereinigung Rheingauer Weingutsbesitzer, die 1910 im Verband Deutscher Naturweinversteigerer, dem heutigen Verband Deutscher Prädikatsweingüter, aufging. Die Rieslinge fanden schnell Abnehmer in aller Welt. Zahlreiche Königshäuser standen ebenso auf der Kundenliste wie das Berliner Hotel Adlon. Auf der Jungfernfahrt des Verkehrsluftschiffs LZ 127 „Graf Zeppelin“ wurde den Reisenden in der Weinkarte eine 1920er Kiedricher Gräfenberg Trockenbeerenauslese Bestes Fass Nr. 20 angeboten.
Wilhelm Weil, der das Unternehmen heute in der vierten Generation führt, brillierte in den 1990er Jahren immer wieder mit beeindruckenden Süßweinen. Die trockenen Rieslinge schienen eher nur am Rande wahrgenommen zu werden. In den vergangenen Jahren hat sich das Bild jedoch deutlich gewandelt. Der Fokus liegt inzwischen nicht mehr nur auf den Hochprädikaten, insbesondere das Große Gewächs aus dem Kiedricher Gräfenberg ist über jeden Zweifel erhaben.
Allerdings gab und gibt es in der Weinszene nicht nur Lob. Vor allem im Bereich der Literweine und Gutsrieslinge gibt es immer wieder Kritik an Füllungen, die nicht dem hohen Standard des Hauses entsprechen. Eine Verkostung vor Ort im August 2018 zeigte jedoch eindrucksvoll, zu welchen Spitzenleistungen das Weingut fähig ist.
Bild: weinfreaks.deUnter dem Motto „Once in a Lifetime“ lud Wilhelm Weil Vertreter der einschlägigen Print- und Onlinemedien zu einer Blindverkostung von 25 Jahrgängen eines trockenen Rieslings ein. Um welchen Wein es sich handelte, blieb offen. Wilhelm Weil betonte, dass die Verkostung in dieser Form nur einmal stattfinden könne. Tatsächlich waren selbst in der gut sortierten Schatzkammer des Weinguts nicht alle Jahrgänge in ausreichender Flaschenzahl für die Verkostung vorhanden. Es war jedoch möglich, einzelne Flaschen zurückzukaufen, so dass der Zeitraum von 1990 bis 2017 abgedeckt werden konnte. Lediglich die Jahrgänge 1991, 1999 und 2000 fehlten.
Es war offensichtlich, dass es sich um den trockenen Gutsriesling handeln musste, aber keiner der Gäste wagte es, diesen Verdacht offen zu äußern. Zu groß war die Ehrfurcht der Verkoster, denn unter den 25 Jahrgängen gab es natürliche Schwankungen, aber keinen einzigen Ausfall. Einmal mehr wurde deutlich, wie sehr sich die Jahrgangsunterschiede, die wir bei jungen Weinen noch deutlich wahrnehmen oder wahrzunehmen glauben, mit zunehmender Reife nivellieren. Keiner der anwesenden Verkoster war in der Lage, die Jahrgänge der einzelnen Weine zuverlässig einzugrenzen. Trotz ihres zum Teil beachtlichen Alters zeigte kaum einer der Weine eine deutlich fortgeschrittene Reife oder gar Ermüdungserscheinungen. Mehr noch: Alle 25 Gutsrieslinge präsentierten sich auf einem bemerkenswerten Niveau.
Bild: weinfreaks.deAls besonderes Highlight hatte Wilhelm Weil den 2001er neben den 2003er gestellt. So standen sich der kühlste und der wärmste Jahrgang der letzten 30 Jahre direkt gegenüber. Bei der Blindverkostung fiel dieser Kontrast nicht auf, und tatsächlich zeigten die beiden Weine mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede.
Zweifellos belegte die Verkostung, zu welchen außerordentlichen Leistungen das Weingut auch im Gutsweinsegment fähig ist, und das selbst in vermeintlich weniger guten Jahren. So erreichte bei uns der 2014er Gutsriesling mit der Amtlichen Prüfungsnummer 34003 20 15 mit 16 Punkten eine für den Jahrgang überraschend hohe, sehr gute Bewertung. Leider gibt es aus demselben Jahr ein schwaches Pendant mit der Amtlichen Prüfungsnummer 34003 63 15, den wir zu einem früheren Zeitpunkt mit lediglich 10 Punkten bewertet haben.
Bild: weinfreaks.deWilhelm Weil betont, auf eine homogene Qualität gerade seiner Gutsrieslinge als Visitenkarte der Marke Robert Weil großen Wert zu legen. Angesichts der Zahl von mehreren hunderttausend Flaschen, die in jedem Jahr als Gutsriesling gefüllt werden, erscheint uns dieses Ziel allerdings sehr ambitioniert.
Die Flights der Verkostung
Die Verkostung bestand aus fünf Flights, in denen jeweils fünf Jahrgänge des Gutsrieslings blind verkostet wurden. Flight 1 beinhaltete die Jahrgänge von 2010 bis 2006, Flight 2 die Jahrgänge von 2005 bis 2001. Flight 3 deckte 1998 bis 1994 ab. In Flight 4 folgten 1993, 1992, 1990, 2017 und 2016. In Flight 5 präsentierte die Jahrgänge von 2015 bis 2011.
Die bei den Gutsrieslingen immer wieder diskutierten Qualitätsschwankungen zwischen einzelnen Füllungen treten bei den Lagen-Rieslingen erwartungsgemäß nicht auf. Der beste trockene Riesling aus dem Gräfenberg firmierte bis zur Jahrtausendwende noch als Spätlese, ehe er als das im Rheingau weingesetzlich geregelte Erste Gewächs erschien. 2012 besannen sich die dem Verband Deutscher Prädikatsweingüter angehörenden Rheingauer Betriebe auf ihre verbandseigene Klassifikation und verwenden seitdem die Bezeichnung Großes Gewächs. Wilhelm Weil präsentierte im Anschluss an die Gutsrieslinge zwei Vertreter dieser Kategorie: das 2011er Erste und das 2013er Große Gewächs. Beide zeigten sich als typische Kinder ihres jeweiligen Jahrgangs. 2011 erkennbar als Hot-Climate-Riesling mit wenig Frucht und Säure, aber mit delikater Fülle und Cremigkeit. 2013 dagegen zitrusfruchtig, mit strahlender Säure und hoher Tiefgründigkeit. Hier hat man in puncto Konzentration und Komplexität gegenüber den Gutsrieslingen ganz klar noch einmal aufgesattelt.
Bild: weinfreaks.deBereits vor der Gutsriesling-Vertikalen hatte Wilhelm Weil die Tür seiner Schatzkammer einen Spalt geöffnet und die Gäste mit einem hocheleganten 1983er Kiedricher Gräfenberg Riesling Kabinett begrüßt, dem 35 Jahre nichts anhaben konnten.
Nun präsentierte er fünf Cabinets aus den Jahren 1921, 1934, 1937, 1949 und 1953. Obwohl mit wenig Restzucker gefüllt und mit eher feinherbem Geschmacksbild, präsentierten sie sich zeitlos. Der 1921er ist nahezu perfekt. Beim im Laufe der Zeit immer wieder notwendigen Neuverkorken erfolgte laut Wilhelm Weil die Auffüllung ohne Fremdwein.
Was ist …
… ein Cabinet?
Ursprünglich geht der Begriff auf den Cabinetkeller der ehemaligen Fraternei des Klosters Eberbach zurück, in dem ab dem frühen 18. Jahrhundert besonders hochwertige Weine gelagert wurden. Bis 1970 wurden mit der Bezeichnung allgemein Weine in Reserve-Qualität beschrieben.
In Deutschland und Österreich galt Cabinet teilweise auch als alternative Bezeichnung für naturrein und wurde als Zusatz zum Prädikat (zum Beispiel „Spätlese Cabinet“) verwendet.
Cabinet-Weine durften nicht chaptalisiert werden.
Das mit dem Weingesetz von 1971 geschaffene Prädikat Kabinett lehnt sich namentlich an Cabinet an, hinsichtlich ihrer Bedeutung haben beide Begriffe jedoch nichts miteinander zu tun.
Zu welchen Leistungen das Weingut im Bereich der edelsüßen Rieslinge bereits nach der Jahrhundertwende fähig war, unterstrich Weil mit fünf atemberaubenden und immer noch taufrischen Auslesen aus dem Kiedricher (Gräfen-)Berg (1917–1976).
Die Weine im Überblick
Robert Weil
Mühlberg 5
65399 Kiedrich
Deutschland
Telefon: +49 6123 2308
Telefax: +49 6123 1546
Internet: www.weingut-robert-weil.com
E‑Mail: info@weingut-robert-weil.com
2017er Riesling Qualitätswein trocken
VDP.GUTSWEIN ®
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 35 18 • 12 % vol Alkohol
2016er Riesling Qualitätswein trocken
VDP.GUTSWEIN ®
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 23 17 • 12 % vol Alkohol
2015er Riesling Qualitätswein trocken
VDP.GUTSWEIN ®
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 5 16 • 12 % vol Alkohol
2014er Riesling Qualitätswein trocken
VDP.GUTSWEIN ®
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 20 15 • 12 % vol Alkohol
2013er Riesling Qualitätswein trocken
VDP.GUTSWEIN ®
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 40 14 • 12 % vol Alkohol
2013er Kiedricher Gräfenberg Riesling Qualitätswein trocken
VDP.GROSSE LAGE ® / VDP.GROSSES GEWÄCHS ®
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 55 14 • 13 % vol Alkohol
2012er Riesling Qualitätswein trocken
VDP.GUTSWEIN ®
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 36 13 • 12 % vol Alkohol
2011er Riesling Qualitätswein trocken
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 42 12 • 12 % vol Alkohol
2011er Kiedricher Gräfenberg Riesling Qualitätswein trocken
Erstes Gewächs Rheingauer Weinbauverband e. V.
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 68 12 • 13,5 % vol Alkohol
2010er Riesling Qualitätswein trocken
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 37 11 • 11,5 % vol Alkohol
2009er Riesling Qualitätswein trocken
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 49 10 • 12 % vol Alkohol
2008er Riesling Qualitätswein trocken
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 25 09 • 12 % vol Alkohol
2007er Riesling Qualitätswein trocken
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 23 08 • 11,5 % vol Alkohol
2006er Riesling Qualitätswein trocken
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 30 07 • 11,5 % vol Alkohol
2005er Riesling Qualitätswein trocken
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 45 06 • 12 % vol Alkohol
2004er Riesling Qualitätswein trocken
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 22 05 • 11,5 % vol Alkohol
2003er Riesling Qualitätswein trocken
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 11 04 • 11,5 % vol Alkohol
2002er Riesling Qualitätswein trocken
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 3 03 • 11,5 % vol Alkohol
2001er Riesling Qualitätswein trocken
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 22 02 • 11,5 % vol Alkohol
1998er Riesling Qualitätswein trocken
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 9 99 • 11,5 % vol Alkohol
1997er Riesling Qualitätswein trocken
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 43 97 • 11,5 % vol Alkohol
1996er Riesling Qualitätswein trocken
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 37 97 • 11,5 % vol Alkohol
1995er Riesling Qualitätswein trocken
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 30 96 • 11,5 % vol Alkohol
1994er Riesling Qualitätswein trocken
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 8 95 • 11,5 % vol Alkohol
1993er Riesling Qualitätswein trocken
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 10 94 • 11,5 % vol Alkohol
1992er Riesling Qualitätswein trocken
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 16 93 • 11,5 % vol Alkohol
1990er Riesling Qualitätswein trocken
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 3 91 • 11,5 % vol Alkohol
1983er Kiedricher Gräfenberg Riesling Kabinett
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 21 84 • abgefüllt unter dem Namen Dr. R. Weil
1976er Kiedricher Gräfenberg Riesling Auslese
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
Amtliche Prüfungsnummer 34003 5 77 • abgefüllt unter dem Namen Dr. R. Weil
1964er Kiedricher Gräfenberg Riesling Feinste Auslese
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
abgefüllt unter dem Namen Dr. R. Weil
1953er Kiedricher Gräfenberg Riesling Cabinet
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
abgefüllt unter dem Namen Dr. R. Weil
1949er Kiedricher Gräfenberg Riesling Cabinet
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
abgefüllt unter dem Namen Dr. R. Weil
1947er Kiedricher Gräfenberg Riesling Auslese
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
abgefüllt unter dem Namen Dr. R. Weil
1937er Kiedricher Gräfenberg Riesling Cabinet
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
abgefüllt unter dem Namen Dr. R. Weil
1934er Kiedricher Gräfenberg Riesling Cabinet
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
abgefüllt unter dem Namen Dr. R. Weil
1921er Kiedricher Berg Riesling Cabinet
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
abgefüllt unter dem Namen Dr. R. Weil
1920er Kiedricher Berg Riesling Auslese
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
abgefüllt unter dem Namen Dr. R. Weil
1917er Kiedricher Berg Riesling Auslese
Deutschland
Rheingau • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)
abgefüllt unter dem Namen Dr. R. Weil
Zeichenerklärung
| 🯅 | Die Bewertung des Weins basiert auf einen einzelnen Verkoster. Der Verkoster wird namentlich im Kontext der Bewertung genannt. Die Verkostung erfolgte entweder offen oder blind. Im Falle einer blinden Verkostung ist diese explizit als solche gekennzeichnet. |
| 🯅🯅 | Die Bewertung des Weins basiert auf zwei Verkostern. Die Verkoster werden namentlich im Kontext der Bewertung genannt. Die Verkostung erfolgte nach dem Vier-Augen-Prinzip, bei der sich beide Verkoster auf eine gemeinsame Bewertung einigen. |
| 🯅🯅🯅 | Die Bewertung basiert auf einer Verkostung unserer Jury und gibt den von uns aus den Einzelbewertungen der Verkoster errechneten Mittelwert an. Unser Mittelwert basiert auf dem Median. |
| ⚖ | Die Bewertung des Weins erfolgte im Rahmen einer Blindverkostung. Für eine Blindverkostung gelten bei uns strenge Regeln. Die Verkoster erhalten grundsätzlich keinerlei Informationen, die eine Identifizierung der Weine ermöglicht. Weitere Informationen, die über die Themenstellung hinausgehen, sind den Verkostern nur dann zugänglich, wenn sie für das Verständnis der Weine unbedingt erforderlich sind. |
| 🕓 | Für die Verkostung des Weins stand uns – typischerweise während einer offenen Verkostungsveranstaltung, beispielsweise einer Weinmesse – nur wenig Zeit zur Verfügung. Der Wein konnte daher in seiner Entwicklung im Glas nicht über einen längeren Zeitraum beobachtet werden. Die Aussagefähigkeit unserer Bewertung kann daher unter Umständen eingeschränkt sein. |
| ⛬ | Der Wein wurde als Fassmuster oder vor Erteilung einer amtlichen Prüfungsnummer oder staatlichen Prüfnummer verkostet. Muster ungefüllter Weine werden von uns nur in Ausnahmefällen akzeptiert, und auch nur dann, wenn wir von einer ausreichenden Stabilität auf der Flasche für einen Zeitraum von mindestens drei Monaten ausgehen können. |
| ▲ | Der Wein zeigte sich bei unserer Verkostung sensorisch auffällig. Dabei muss es sich nicht zwingend um einen Weinfehler handeln. Qualität und Quantität der Auffälligkeit werden von uns kategorisiert und fließen in die Bewertung ein. Weinfehler wie Korkschmecker oder die untypische Alterungsnote führen grundsätzlich zu einer vollständigen Ablehnung. |
| Verkostungen, die sich auf dieselbe Flasche eines Weins beziehen, werden optisch durch eine Punktelinie zusammengefasst. |