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Typizität schlägt Handschrift

Stefan Steinmetz: Vom Geheimtipp zum Spitzenerzeuger

30. Juli 2021
Werner Elflein

typizitaet-schlaegt-handschrift.jpgBild: weinfreaks.de
Blick auf die Brauneberger Juffer Sonnenuhr und Teile der Brauneberger Juffer

Sehr gute Weine hat bereits Vater Günther Steinmetz († 2012) gemacht. Das Weingut in Brauneberg trägt weiterhin seinen Namen. Wann immer Sohn Stefan gereifte Weine aus der Schaffenszeit des Seniors präsentiert, wird deutlich, dass der kleine Familienbetrieb bereits beachtliche Rieslinge mit trockenem Geschmacksbild erzeugte, als die Mittelmosel fast ausschließlich noch für ihre frucht- und edelsüßen Prädikatsweine bekannt war.

Günther Steinmetz blieb die gebührende mediale Aufmerksamkeit für seine Weine jedoch versagt. Erst nach der Übergabe des Weinguts an den Junior sollte sich das Blatt wenden. Christian Segers († 2018), Mitbegründer von weinfreaks.de, entdeckte vor mehr als 15 Jahren Stefan Steinmetz’ außerordentliches Talent und berichtete in den sozialen Medien darüber. Nach und nach wuchs das öffentliche Interesse, und schließlich konnte auch die Mainstream-Weinkritik die Weine von Stefan Steinmetz nicht mehr ignorieren. Mit zeitlicher Verzögerung reagierten auch die etablierten Weinführer. Jedoch scheint es bis heute so, als enthalte der eine oder andere Verkoster den Weinen weiterhin die verdienten Höchstbewertungen vor und relativiere ihre Qualität. Zu sehr ist in den Köpfen wohl noch eine starre Erzeugerhierarchie aus früheren Dekaden zementiert, deren Infragestellen als unbequem gilt. Für uns völlig unverständlich. Denn der ehrgeizige Brauneberger hat den meisten altrenommierten Weingütern aus dem regionalen Verband Deutscher Prädikatsweingüter längst den Rang abgelaufen.

Den Aufstieg in die Spitze der besten Weinmacher Deutschlands verdankt Stefan Steinmetz nicht zuletzt seinem Gespür für das, was die Franzosen Terroir nennen und hierzulande leider zu einer inhaltsleeren Wortblase verkommen ist. Lagen- und Jahrgangsunterschiede arbeitet kaum ein anderer so transparent und nachvollziehbar aus wie er. Die enorme Bandbreite erschwert zumindest beim Riesling das Erkennen einer klaren Handschrift – was allerdings eindeutig für ihn und seine Weine spricht.

Weil er alle seine Weine, auch den Riesling für die Literflasche, mit den kellereigenen Hefen vergärt, gibt es bei Stefan Steinmetz nur selten trockene Rieslinge. Meist bleiben sie in der Gärung bei einem Restzuckergehalt knapp oberhalb der gesetzlichen Höchstgrenze stehen. Dann schmecken sie dank ihrer in der Regel recht pikanten Säure zwar trocken, dürfen aber offiziell nicht so bezeichnet werden. Galt Steinmetz seit jeher als ausgesprochener Spezialist für die Erzeugung charaktervoller Einzellagen-Rieslinge mit wenig Restzucker, sorgen heute auch seine frucht- und edelsüßen Rieslinge für Furore. Immer besser, weil feiner und eleganter, werden auch die Rotweine, allen voran die Spätburgunder.

Mit der moderaten Vergrößerung seines Weinguts schöpft Stefan Steinmetz inzwischen aus einem einzigartigen Lagenportfolio. Verfügte er bereits vorher über Parzellen in Spitzenlagen wie der Brauneberger Juffer und Juffer Sonnenuhr, der Wintricher Geierslay, dem Piesporter Goldtröpfchen oder, seit 2016, dem Neumagener Rosengärtchen, kam 2018 noch der Dhroner Großer Hengelberg als Monopollage hinzu. Die Wehlener Sonnenuhr debütiert 2019 bei Steinmetz in Form eines eleganten, klassischen Kabinetts, der Wiltinger Rosenberg mit der Zusatzbezeichnung „Alte Reben Saar“ als Qualitätswein mit trockenem Geschmacksbild. Die Zeltinger Sonnenuhr soll 2021 folgen.

zeltinger-sonnenuhr.jpgBild: Wikipedia
Ab 2021 auch im Lagenportfolio von Stefan Steinmetz: die Zeltinger Sonnenuhr

Dank seiner großen Auswahl an Einzellagen kann Steinmetz flexibel auf die natürlichen Jahrgangsschwankungen reagieren. Daher gibt es bei ihm nicht zwingend jedes Jahr die nominell gleichen Weine. Den Grand-Cru-Status, auf dem Etikett sichtbar durch ein „G“, gefolgt vom ersten Buchstaben des Ortsnamens, muss sich jeder Lagenriesling jedes Jahr aufs Neue verdienen.

Mit seinen herausragenden Rieslingen aus dem Jahrgang 2018 setzt Stefan Steinmetz nach 2015, 2016 und 2017 die eigene Messlatte erneut ein ganzes Stück höher, scheinbar unbeeindruckt vom schwierigen Witterungsverlauf und dem heißen und trockenen Sommer, der mancherorts Rekordtemperaturen von mehr als 40 °C brachte. Auf die Zugabe von Weinsäure, 2018 einmal mehr gesetzlich erlaubt, hat er verzichtet. Vor allem seine alten Reben haben die Trockenheit und die Hitze des Sommers überraschend gut weggesteckt.

Augenfällig ist die große Bandbreite innerhalb der Jahrgangskollektion. Die Rieslinge aus den tendenziell kühleren Lagen sind saftig, besitzen bei aller Reife eine überraschend vitale Säure und könnten in dieser Form sogar aus einem typischen Cool-Climate-Jahrgang stammen. Hingegen brachten die wärmeren Lagen vornehmlich etwas weichere, cremigere Rieslinge hervor, die aber über so viel Substanz und mineralische Tiefe verfügen, dass die geringere Säure geschmacklich nicht wirklich ins Gewicht fällt. Selbst die opulenteren Rieslinge wirken nicht sättigend, sondern schweben über die Zunge, als würden sie von einer unsichtbaren Kraft getragen. Mit den seit Jahren immer besser werdenden edelsüßen Auslesen setzt sich Stefan Steinmetz auch bei den Hochprädikaten in der internationalen Spitze fest.

Mit dem Jahrgang 2019 hat uns Stefan Steinmetz die bisher vielleicht beste Rieslingkollektion seiner Karriere vorgestellt. Wie bereits im Vorjahr haben wir auch in diesem Jahr eine Schwäche für den hochmineralischen Veldenzer Grafschafter Sonnenberg Riesling Alte Reben, der diesmal allerdings deutlich feinherb ausfällt. Piesporter Treppchen und Neumagener Rosengärtchen von den Terrassen sind wahrhaft große Rieslinge, denen wir in Zukunft sogar zutrauen, die 20-Punkte-Marke zu erreichen. Zudem brilliert Steinmetz mit gleich drei Goldkapsel-Auslesen, die mit ihrer lebendigen Säure schon jetzt Trinkfreunde verheißen, obgleich ihnen eine Reife von mindestens zwei Jahrzehnten sehr gut zu Gesicht stünde.

Aus 2020 erreichten uns schließlich eine ganze Schar von Kabinett-Rieslingen, die deutlich schlanker ausfallen als in den Vorjahren. Sie bestechen durch ihre Mineralität und ein feines Säurespiel. Erneut sind es die edelsüßen Rieslinge, die uns jubeln lassen. Neben einer fulminanten Goldkapsel-Auslese aus dem Neumagener Rosengärtchen spielt auch der in der Neumondnacht des 13. Januar 2021 im Brauneberger Mandelgraben gelesene Eiswein in der ersten Liga.

Anders als die meisten Winzer der Mittelmosel setzt Stefan Steinmetz nicht nur auf den Riesling. Inzwischen hat er eine Anlage mit Chenin Blanc und einen Weinberg mit historischen Rotweinsorten im gemischten Satz gepflanzt.

Kompromisslos anders als seine sonstigen Weißweine ist Steinmetz' erster Orange-Wein, der aus Chardonnaytrauben bereitete „Virgo Natura“. Maischegärung, Schwefelgabe lediglich im Moststadium, langes Hefelager und unfiltrierte Füllung ergeben einen individuellen und ausdrucksvollen Wein. Auf überraschend charmante wie ausgewogene Weise beweist er, welch hohes Niveau Orange-Weine erreichen können. „Virgo Natura“ bereitet großes Trinkvergnügen und dürfte nicht nur Freaks begeistern.

Projekte, die Stefan Steinmetz zeitweise mit Winzerkollegen betrieb, hat er inzwischen wieder eingestellt, um sich ganz auf seine eigenen Weine konzentrieren zu können. Mit Martin Gerlach (von Schleinitz, Gerlachs Mühle) entstanden mehrere Rieslinge aus Spitzenlagen der Terrassenmosel, namentlich dem Katteneser Steinchen und dem Lehmener Ausoniusstein. Vier Jahre lang unterhielt er zudem mit Christian Hermann (Dr. Hermann) das Projekt Steinmetz & Hermann, das monumentale Rieslinge aus alten Rebstöcken im Ürziger Würzgarten und einen überragenden 2016er Kabinett aus der Wintricher Geierslay hervorbrachte, den wir mit 19 Punkten bewerteten.

Die Weine im Überblick

Steinmetz & Gerlach

Deutschland
– Betrieb eingestellt –

Portrait und alle Weine

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2018er „Liquid Fossil“ Katteneser Steinchen Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 46 19 • 13,5 % vol Alkohol

17🯅

Verkostet am 23. Dezember 2019 von Werner Elflein

Leuchtendes Gelb mit funkelnden Reflexen. Mineralisch geprägte Nase mit subtilen Aromen von gelbem Steinobst und von der Sonne erhitztem Schiefergestein. Erst nach gut zwei Sekunden auf der Zunge kommt die Kraft zum Vorschein, die dem Wein innewohnt. Der durchaus spürbaren Alkohol zeigt sich jedoch gut integriert. Sensorisch extrem trocken, aber sehr ausgewogen und trotz seiner Puristik mit Charme. Fordernd, aber nicht verstörend. Guter Essensbegleiter und hier sogar eine Alternative zu einem (hochklassigen) Chardonnay. Hervorragende Länge und Nachhaltigkeit.

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2018er Lehmener Ausoniusstein Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 33 19 • 13,5 % vol Alkohol

18,5🯅

Verkostet am 1. Oktober 2019 von Werner Elflein

Pures Weißgold mit goldgelben Reflexen. Vielschichtiges, dezent fruchtiges und floral anmutendes Bukett mit feinen Aromen von Erdbeere, Erdbeerjogurt, Rhabarber und einem Hauch Vanille. Am Gaumen die nahezu perfekte Synthese aus Opulenz und beschwingter Leichtigkeit. Selbst 13,5 % vol Alkohol schaffen es nicht, den Eindruck von Schwere oder Üppigkeit aufkommen zu lassen. Eine überaus präsente, grünkräuterig anklingende Mineralität substituiert die moderate, eher weiche Säure des Jahrgangs vollständig. Gleichzeitig sorgt sie für ein hohes Maß an Lebendigkeit und vermittelt beim Trinken die Wahrnehmung von Eleganz und Finesse, scheinbar im Kontrast zur monumentalen Fülle und Konzentration. Herausragende Länge, sehr gute Nachhaltigkeit.

17,5🯅

Verkostet am 1. Juni 2019 von Werner Elflein

Günther Steinmetz

Moselweinstraße 154
54472 Brauneberg
Deutschland
Telefon: +49 6534 751
Telefax: +49 6534 940921
Internet: www.guenthersteinmetz.com
E‑Mail: info@guenthersteinmetz.com

Portrait und alle Weine

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2020er Brauneberger Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 12 21 • 11 % vol Alkohol

16🯅

Verkostet am 30. Juli 2021 von Werner Elflein

Glanzhell. Würziger Duft nach Birne, weißen Beeren, Stachelbeere und etwas Waldmeister. Animierende Würze und Mineralität, vibriert auf der Zunge. Setzt den Stil vergangener Jahrgänge fort, wenngleich 2020 etwas schlanker ausfällt. Hervorragende Länge.

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2020er Dhroner Hofberg Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 11 21 • 12 % vol Alkohol

16,5🯅

Verkostet am 30. Juli 2021 von Werner Elflein

Glanzhell. Kühler, feiner Duft mit Noten aus der Spontangärung, etwas Zitrus, Karambole und Maracuja. Überwiegend dezente, aber tropisch anmutende Aromatik. Mineralische Würze, reife, vibrierende Säure, sehr gute Länge.

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2020er Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 13 21 • 11 % vol Alkohol

14🯅

Verkostet am 30. Juli 2021 von Werner Elflein

Glanzhell. Floral anmutender Rieslingduft. Schlank, leicht über die Zunge tänzelnd, mit vitaler Säure. Dezente Holzfassnote. Gute Länge. Nicht ganz so ausdrucksvoll wie in früheren Jahren, aber dennoch der Prototyp eines Literweins, der zum Trinken einlädt.

WeinweißsüßWeißer Riesling

2020er Brauneberger Juffer Riesling Kabinett

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 6 21 • 9 % vol Alkohol

15🯅

Verkostet am 31. Juli 2021 von Werner Elflein

Glanzhell. Dezenter Rieslingduft mit leisen Anklängen von Pfirsich und feinen Spontangäraromen. Wirkt in der Nase noch ein wenig verschlossen, zeigt sich hingegen auf der Zunge deutlich offener. Wieder Pfirsich. Vibrierende Mineralität. Finessenreicher und eleganter Kabinett mit anklingender, gut ausbalancierter Süße, eingebundener Säure. Erinnert stilistisch an die Sonnenuhr-Kabinette von Joh. Jos. Prüm aus den Neunzigerjahren. Sehr gute Länge.

WeinweißsüßWeißer Riesling

2020er Kestener Herrenberg Riesling Kabinett

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 8 21 • 8 % vol Alkohol

16,5🯅

Verkostet am 30. Juli 2021 von Werner Elflein

Glanzhell. Verhaltener Rieslingduft mit zarter, tropischer Fruchtnote und einem Hauch Waldmeister. Feinsaftig, mit gutem Säurespiel, elegant und fein, Aromen von Pomeranze. Hervorragende Länge. Ein meisterhafter Kabinett alter Schule.

WeinweißsüßWeißer Riesling

2020er Mülheimer Sonnenlay Riesling Kabinett

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 9 21 • 7,5 % vol Alkohol

15🯅

Verkostet am 30. Juli 2021 von Werner Elflein

Grünlich bis grau unterlegtes, glanzhelles Gelb. Vanillig anmutender, subtiler Duft nach Limette. Schlanker, mustergültiger und klassischer Kabinett, der primär von seiner Frische, seiner vitalen Säure und der damit verbundenen Strahlkraft lebt. Noten von Pampelmuse im Abgang. Gute Länge.

WeinweißsüßWeißer Riesling

2020er Piesporter Grafenberg Riesling Kabinett

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 7 21 • 8 % vol Alkohol

16,5🯅

Verkostet am 30. Juli 2021 von Werner Elflein

Glanzhell. Kühler, eher leiser Duft nach tropischen Zitrusfrüchten. Auf der Zunge zeigen sich die Fruchtaromen eingebettet in eine saftige, frische und zum Trinken anmierende Gesamtstruktur. Vitale Säure, exzellente Länge. Ein Kabinett im Stil der Neunzigerjahre.

WeinweißsüßWeißer Riesling

2020er Wehlener Sonnenuhr Riesling Kabinett

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 10 21 • 8 % vol Alkohol

16,5🯅

Verkostet am 1. August 2021 von Werner Elflein

Glanzhell. Grünkräuteriger Duft mit Anklängen von Liebstöckel. Im Hintergrund etwas Karambole. Schlanker Kabinettstil, mineralisch und verspielt. Wirkt noch nicht optimal balanciert aufgrund des relativ hohen Alkohols und der hier eher zurückhaltenden Süße. Vergleichsweise moderate Säure. Gute Länge.

WeinweißsüßWeißer Riesling

2020er Brauneberger Juffer Sonnenuhr Riesling Spätlese Goldkapsel

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 4 21 • 7 % vol Alkohol

18🯅

Verkostet am 30. Juli 2021 von Werner Elflein

Grünliches Limettengelb. Hochmineralischer Duft nach Limette, Sternfrucht und einem Hauch Waldmeister, mit Anklängen von Konfitüre und grünem Tee. Atemberaubendes, jugendliches Süße-Säure-Spiel mit strahlender Säure und gut abgestimmter Süße. Saftig und finessenreich. Schieferwürziger Nachhall, exzellente Länge.

WeinweißsüßWeißer Riesling

2020er Neumagener Rosengärtchen Riesling Auslese Goldkapsel

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 3 21 • 7 % vol Alkohol

19🯅

Verkostet am 30. Juli 2021 von Werner Elflein

Brillantes Strohgelb mit weißgoldenen Reflexen. Konzentrierter, von feinsten Rosinennoten geprägter Duft nach teilweise kandierten Zitrusfrüchten und einem Touch von Minze. Auf der Zunge enorm saftig. Ausladende Fruchtfülle, subtiles, filigranes Säurespiel, hintergründig. Sehr präsente schieferwürzige Mineralität. Eindrucksvolles Finish, enorme Länge, endloser Nachhall. Braucht Zeit.

WeinweißsüßWeißer Riesling

2020er Brauneberger Mandelgraben Riesling Eiswein Goldkapsel

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 2 21 • 8 % vol Alkohol

19🯅

Verkostet am 3. August 2021 von Werner Elflein

Gelesen am 13. Januar 2021 bei -9 °C. Brillantes helles Zitronengelb. Hocheleganter Eisweinduft. Nicht zu ausladend im Duft. Subtile Nase mit Aromen von getrockneten Zitrusfrüchten und grünen Kräutern. Komplexe, tiefgründige und cremige, dennoch leichtfüßig über die Zunge tänzelnde Fruchtfülle. Ein Eiswein in feinster Ausführung, nahe der Perfektion. Exzellente Länge, minutenlanger Nachhall.

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2019er Brauneberger Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 2 20 • 12,5 % vol Alkohol

16🯅

Verkostet am 24. April 2020 von Werner Elflein

Helles Gelb. Vielschichtige, von der Spontangärung geprägte Nase mit zart-pflanzlichem, grünblättrigem Duft nach Schiefer, Walderdbeere und etwas grünem Apfel. Spannungsgeladener Auftakt im Mund. Perfekte Abstimmung mit vibrierender Säure und einem Hauch Süße. Feinsaftiger Riesling mit Stil und hohem Animationsfaktor. Sehr gute Länge.

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2019er Dhroner Hofberg GD Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 21 20 • 12 % vol Alkohol

18,5🯅

Verkostet am 28. August 2020 von Werner Elflein

Leuchtendes Gelb. Zunächst in der Nase noch sehr fruchtbetont. Ausladender Duft nach Pfirsich und Maracuja, unterlegt mit der für die komplexe Bodenstruktur des Dhroner Hofbergs typischen, eigenwilligen Schieferwürze. Beeindruckt auf der Zunge mit einem großartigen Akkord aus Eleganz, Feinheit, Cremigkeit, zartester Süße und reifer, eingebundener und im langen Abgang pikant anklingender Säure. Mit Luft ziehen sich die opulenten Fruchtaromen etwas zurück und lassen der Mineralität die Vorfahrt. Der Wein wird noch tiefer und vielschichtiger, als er sich schon zu Beginn präsentierte. Feinwürzige Noten von Wildkräutern komplettieren das Geschmacksbild und lassen das großartige Zukunftspotenzial bereits jetzt erkennen.

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2019er Neumagener Rosengärtchen von den Terrassen Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 20 20 • 13 % vol Alkohol

19🯅

Verkostet am 2. September 2020 von Werner Elflein

Grünliches Gelb mit Weißgold. Trotz offensichtlich enormer Konzentration – Stefan Steinmetz spricht von einem Hektarertrag von 20 Hektolitern – besticht der Riesling aus dem Rosengärtchen nicht durch ausladende, sondern leise und subtile Aromen. In der Nase hochmineralisch – erinnert frappierend an püriertes Schiefergestein – mit komplexem Duft von schwarzer Johannisbeere, Minze, grünem Tee, grünem Apfel und einem Hauch von Sternfrucht. Zeigt die Cool-Climate-Facetten des Jahrgangs, entfaltet sich auf der Zunge ohne jegliche Schwere. Selbst 13 % vol Alkohol wirken in diesem Kontext wie nicht vorhanden. Auf das Wesentliche fokussiert und mit großartiger Tiefe. Reife, harmonische, schon zum jetzigen frühen Zeitpunkt hervorragend eingebundene Säure, geschmacklich trocken. Exzellente Länge und Nachhaltigkeit.

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2019er Piesporter Goldtröpfchen Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 10 20 • 12 % vol Alkohol

16,5🯅

Verkostet am 1. Mai 2020 von Werner Elflein

Helles Gelb mit weißgoldenen und strohgelben Reflexen. Derzeit noch ein wenig verschlossene, verhalten fruchtbetonte Nase mit Aromen von reifen gelben Früchten und bereits erkennbarem mineralischen Fundament. Im Mund feines Säurespiel vor dem Hintergrund hoher Reife und Dichte. Grünkräuterige Noten und eine markante Schiefermineralität benötigen noch Zeit, um dem Wein seine endgültigen Konturen zu verleihen. Zeigt nach längerem Luftkontakt aber schon heute, was in ihm steckt. Gute bis sehr gute Länge.

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2019er Piesporter Grafenberg GP Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 16 20 • 12,5 % vol Alkohol

18,5🯅

Verkostet am 4. September 2020 von Werner Elflein

Grüngelb. In der noch leicht reduktiven und zurückhaltenden Nase Anklänge von Zitrus, insbesondere Pomelo, Grapefruit und Nektarinenhaut. Florale Komponente, die an weiße Blüten erinnert. Puristisch und staubtrocken auf der Zunge, mit markanter, aber reifer Säure und teils pflanzlichen, teils erneut floralen Noten. Hochmineralisch, Vergleiche mit Gesteinsmehl drängen sich auf. Sehr lang und nachhaltig.

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2019er Piesporter Treppchen von den Terrassen Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 19 20 • 13,5 % vol Alkohol

19🯅

Verkostet am 7. September 2020 von Werner Elflein

Grünliches Gelb mit Weißgold. Reservierter Duft nach Sternfrucht mit deutlich anklingender, aber noch unentwickelter Mineralität. Kräftige Statur bei perfekt eingebundenem Alkohol. Wirkt nur oberflächlich betrachtet opulent, verfügt schon jetzt über eine großartige innere Harmonie. Elegante, reife, durchaus vitale Säure. Trockenes Geschmacksbild. Hervorragende Länge. Derzeit noch sehr verschlossen. Ein Rohdiamant, der gut und gerne zehn Jahre Reife benötigt und dann zu den unbestrittenen Rieslingmonumenten des Jahrgangs zählen dürfte.

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2019er Wiltinger Rosenberg Riesling Alte Reben Saar Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 9 20 • 12 % vol Alkohol

17,5🯅

Verkostet am 26. April 2020 von Werner Elflein

Helles Zitronengelb. Kühler, hefewürziger und extrem mineralischer Rieslingduft mit grünkräuterigen Nuancen. Schlanker und finessenreicher Saar-Riesling in klassischer, traditioneller Ausprägung. Enorme Würze und Pikanz am Gaumen. Vibrierende, reife Säure. Nachhaltige, messerscharf gezeichnete Schiefer-Mineralität. Großartige Länge. Erinnert an die großen Cool-Climate-Rieslinge aus der Zeit vor der globalen Erwärmung.

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2019er Wintricher Ohligsberg GW Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 17 20 • 13,5 % vol Alkohol

18🯅

Verkostet am 3. September 2020 von Werner Elflein

Derzeit äußerst verschlossen, gewährt jedoch nach der Behandlung im Ovarius-Dekanter erste tiefere Einblicke. Leuchtendes Strohgelb mit grünen und goldenen Reflexen. In der hinsichtlich Komplexität noch entwicklungsfähigen Nase zeigt sich bereits jetzt ein breites Duftspektrum mit Aromen von gelber Zwetschge, Pfirsich, Cantaloupemelone und grünem Apfel. Kraftvoller Auftakt auf der Zunge mit würzigen Noten von weißem Pfeffer. Leicht vibrierende, reife und harmonisch integrierte Säure. Trockenes Geschmacksbild. Kann den Alkohol von 13,5 % gut kompensieren. Langer Nachhall. Benötigt unbedingt einige Jahre Flaschenreife.

Weinweißtrocken bis feinherbRuländer

2019er Pinot Gris Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 12 20 • 11 % vol Alkohol

15,5🯅

Verkostet am 8. Mai 2020 von Werner Elflein

Zitronengelb. Grauburgunder-typische Nase mit Duft nach grünem Apfel und Walderdbeere. Zartcremige Fruchtfülle, trockenes Geschmacksbild, ausgewogenes Verhältnis von Süße und Säure. Harmonisch, sehr lang.

WeinweißfeinherbWeißer Riesling

2019er Veldenzer Grafschafter Sonnenberg Riesling Alte Reben Qualitätswein feinherb

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 11 20 • 13,5 % vol Alkohol

17,5🯅

Verkostet am 15. Mai 2020 von Werner Elflein

Grünliches Strohgelb. Ätherisches Bukett mit Aromen von Eukalyptus, Minze, Avocado und reifem gelben Kernobst. Dichtes, mineralisches Konzentrat im Stil einer feinherben Auslese. Wirkt trotz 13,5 % vol Alkohol aber keineswegs üppig. Feine, hervorragend ausbalancierte Säure. Zarte Süße. Derzeit noch verschlossen, deutet aber nach der Behandlung im Ovarius-Dekanter seine unbestreitbare Größe an. Sehr lang und nachhaltig.

WeinweißfeinherbWeißer Riesling

2019er Kestener Paulinsberg Riesling Auslese Goldkapsel feinherb

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 18 20 • 13 % vol Alkohol

18🯅

Verkostet am 27. August 2020 von Werner Elflein

Grünliches Gelb mit Weißgold. Konzentrierter, beeriger Duft nach Pfirsichkern, Sternfrucht und etwas Walderdbeere. Mit Belüftung auch Anklänge von grünem Apfel. Kraftvoller Auftakt im Mund mit durchaus spürbarem Alkohol. Bei aller Opulenz nicht zu ausladend, mit feiner Cremigkeit, gut wahrnehmbarer, feiner Süße, eleganter Säure und mineralischen Noten im sehr langen Abgang. Noch sehr jung, erschließt sich in seiner aktuellen Reifephase erst nach längerem Luftkontakt und offenbart dann, welches gewaltige Potenzial in ihm steckt. Ein Monument für die nächsten Jahrzehnte, das noch Zeit braucht, um zu vollkommener innerer Harmonie zu finden.

WeinweißsüßWeißer Riesling

2019er Wehlener Sonnenuhr Riesling Kabinett

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 3 20 • 8 % vol Alkohol

17,5🯅

Verkostet am 28. April 2020 von Werner Elflein

Zitronengelb mit weißgoldenen Reflexen. Feiner, eleganter und moderat fruchtbetonter Duft nach Bitterorange und Weinbergspfirsich. Stoffiger Kabinett mit reifer, vibrierender und im Mundraum förmlich explodierender Säure, nahezu perfekt ausbalancierter Fruchtsüße, hervorragender Tiefe und exzellentem, sehr langem Nachhall. Eine Anlage für die Zukunft, die sich in die Tradition großartiger Rieslinge aus der Wehlener Sonnenuhr einreiht.

WeinweißsüßWeißer Riesling

2019er Piesporter Goldtröpfchen Riesling Spätlese Goldkapsel

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 5 20 • 7 % vol Alkohol

18,5🯅

Verkostet am 23. Mai 2020 von Werner Elflein

Reflexreiches, saturiertes Zitronengelb. Üppige und reife Fruchtaromen in der Nase, die in erster Linie an Sternfrucht und tropische Zitrusfrüchte, darüber hinaus auch etwas an Birne, Ananas und schwarze Johannisbeere erinnern. Ausladend und saftig auf der Zunge, geizt nicht mit Süße. Finessenreiches, feines und vielschichtiges Säurespiel. Vom Typ her eher eine Auslese als eine Spätlese. Exzellente Länge und Nachhaltigkeit. Sollte mindestens zehn, besser 15 Jahre reifen dürfen.

WeinweißsüßWeißer Riesling

2019er Brauneberger Juffer Sonnenuhr Riesling Auslese Goldkapsel

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 8 20 • 8 % vol Alkohol

19🯅

Verkostet am 20. Mai 2020 von Werner Elflein

Gelbliches Weißgold. Hochkonzentrierter Beerenduft mit Aromen von kandierten Zitrusfrüchten und einem Hauch von Kräuterzucker. Auf der Zunge mit atemberaubendem Frucht-Säure-Spiel. Dicht und filigran zugleich. Vibrierend und finessenreich. Exzellente Länge, großartige Nachhaltigkeit. Erreicht seine Reife vermutlich erst mit dem Renteneintrittsalter unserer Urenkel.

WeinweißsüßWeißer Riesling

2019er Brauneberger Juffer Riesling Auslese Goldkapsel

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 6 20 • 7,5 % vol Alkohol

19🯅

Verkostet am 1. Mai 2020 von Werner Elflein

Helles Weißgold mit grüngelben Reflexen. Hocheleganter und hochfeiner, kühler Duft nach reifen Zitrus- und tropischen Früchten. Fokussiert, saftig und beinahe schwerelos auf der Zunge, mit gestochen scharfen Konturen, großartiger Finesse und atemberaubendem Spiel von nicht zu üppiger Süße und strahlender, aber reifer Säure. Tänzelt im Stil eines Cool-Climate-Rieslings und mit perfekter Balance bis in die hintersten Winkel des Mundraums. Herausragende Länge. Ein Meisterwerk deutscher Süßweinkultur.

WeinweißsüßWeißer Riesling

2019er Wintricher Geierslay Riesling Auslese Goldkapsel

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 7 20 • 8 % vol Alkohol

18🯅

Verkostet am 12. Mai 2020 von Werner Elflein

Zartgrünes helles Goldgelb. Im Bukett zeigen sich üppige Aromen von getrockneten Zitrusfrüchten und eine feine Beerennote. Fast erscheint es paradox, dass diese Auslese aus einer kühleren Lage eher an den warmen Sommer erinnert als das Pendant aus der Brauneberger Juffer, das eher dem Ideal eines Cool-Climate-Rieslings entspricht. Stefan Steinmetz erklärt dieses Phänomen nachvollziehbar und schlüssig mit Sonnenbrand und folglich geringsten Erträgen bei hoher Konzentration der Beeren. Die verspielte Säure gerät angesichts der fruchtigen, fast an eine Beerenauslese erinnernde Opulenz ein wenig ins Hintertreffen, balanciert aber die Süße sehr gut aus. Hervorragende Länge. Braucht vermutlich sehr viel Zeit bis zur Flaschenreife.

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2018er Brauneberger Juffer GB Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 29 19 • 13 % vol Alkohol

17,5🯅

Verkostet am 24. August 2019 von Werner Elflein

Brillantes Zitronengelb. Dichter und hochfeiner, von Steinobst, insbesondere Pfirsich und Pfirsichkern, geprägter, hervorragend ausbalancierter Duft. Mit 13 % vol Alkohol alles andere als ein Leichtgewicht, jedoch zeigt sich der Körper nahezu perfekt in die cremige Fruchtfülle eingebunden. Alles erscheint so schlüssig und wie selbstverständlich, dass sich die Frage nach der Säure, der hier allenfalls eine Statistenrolle zukommt, gar nicht erst stellt. Ein Wein wie Seide am Gaumen und aus einem Guss, sanft und nachhaltig ausklingend.

16,5🯅

Verkostet am 1. Juni 2019 von Werner Elflein

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2018er Brauneberger Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 10 19 • 12 % vol Alkohol

16🯅

Verkostet am 17. August 2019 von Werner Elflein

Grau- bis Zitronengelb. Noch mit deutlichen Spontangäraromen in der Nase. Mineralischer Duft nach Cassis und dezenten Anklängen von Pfirsich und Nektarine. Auf der Zunge zupackend, saftig und animierend. Vibrierende Mineralität und mit einer für den Jahrgang seltenen Frische. Sehr gute Länge. Zeigt sich gegenüber der ersten Verkostung im Juni 2019 signifikant verbessert.

14,5🯅

Verkostet am 1. Juni 2019 von Werner Elflein

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2018er Dhroner Großer Hengelberg Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 35 19 • 13 % vol Alkohol

17,5🯅

Verkostet am 19. September 2019 von Werner Elflein

Helles Weißgold. Dichtes Bukett von Steinobst, insbesondere gelber Aprikose und hochreifer Zitrone. Im Mund mit zwei Halbzeiten. In der ersten Hälfte überwiegt eine cremige Opulenz. Eine fruchtige Note und eine mineralische, zartherb anklingende Würze sorgen am Gaumen aber gleichzeitig für Erleichterung. Bei aller Kraft und Fülle – die 13 % vol Alkohol sind sehr gut eingebunden, lassen sich aber auch nicht wegdiskutieren – nicht im Ansatz schwerfällig oder gar barock. Bei soviel Dichte und Konzentration stellt sich die Frage nach der Säure kaum, obwohl sie in der zweiten Halbzeit und spätestens im beeindruckend langen Finale, sozusagen in der Nachspielzeit, letztlich doch merkbar, mehr oder weniger fest ummantelt in Erscheinung tritt. Enorme Persistenz auf der Zunge.

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2018er Dhroner Großer Hengelberg Riesling Reserve Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 34 19 • 13,5 % vol Alkohol

19,5🯅

Verkostet am 20. September 2019 von Werner Elflein

Derzeit noch ein wenig verschlossen. Öffnet sich aber sehr gut nach einer kurzen Belüftung im Ovarius-Dekanter. Helles Goldgelb. Fulminanter Ananasduft. Zartrauchige und feine ätherische Noten vom Ausbau im neuen Stockinger-Holzfass. Am Gaumen mit monumentaler, geradezu barocker Fülle und einer Ananasfrucht, die den gesamten Mundraum auskleidet. Bei 13,5 % vol Alkohol zweifellos alles andere als ein Leichtgewicht. Dennoch kommt dank einer belebenden Säure beim Trinken kein Gefühl von Sättigung auf. Die Hengelberg-Reserve schafft mühelos den Spagat zwischen scheinbar Gegensätzlichem: Saftigkeit und vitale Säurestruktur trotzen der cremigen und voluminösen Opulenz, Spannung und mineralische Vibration treffen auf stoische Noblesse. Feinwürzige Schiefernote. Überragende Länge und Nachhaltigkeit. Einer der wirklich großen deutschen Rieslinge. Benötigt unbedingt mehrere Jahre Flaschenreife.

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2018er Dhroner Hofberg GD Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 30 19 • 13,5 % vol Alkohol

18🯅

Verkostet am 21. September 2019 von Werner Elflein

Leuchtendes Weißgold. Ausladendes Bukett nach Karambole und reifer Zitrusfrucht. Am Gaumen trifft cremige Opulenz auf ein filigranes, zugleich aber auch sehr intensives mineralisches Spiel. Wahrnehmbare Süße eines feinherben Rieslings, moderat anklingende Säure, dezente phenolische Komponente. Ausdrucksvoll, mit herausragender Länge und großer Nachhaltigkeit.

17🯅

Verkostet am 1. Juni 2019 von Werner Elflein

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2018er Dhroner Hofberg Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 37 19 • 12,5 % vol Alkohol

15,5🯅

Verkostet am 6. September 2019 von Werner Elflein

Zitronengelb. In der Nase mit floralem Touch und dem honigwürzigen Duft weißer Blüten und gelbem Apfel. Benötigt noch dringend einige Monate Zeit. Wirkt gegenwärtig noch ein wenig verschlossen am Gaumen, zeigt aber vielversprechende Ansätze, auch wenn sich feinsaftige Frucht und feingliedrige Säure derzeit noch unversöhnlich gegenüber stehen und sich finden müssen. Gute Länge.

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2018er Neumagener Rosengärtchen von den Terrassen Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 36 19 • 12 % vol Alkohol

18🯅

Verkostet am 1. September 2019 von Werner Elflein

Helles, weißgolden angehauchtes Gelb. Dichtes Bukett mit Aromen von frischem, hausgemachtem Kompott aus reifen gelben Äpfeln. Daneben auch etwas Minze. Vor dem Hintergrund außergewöhnlicher Konzentration und cremiger, ausladender Fülle überraschend moderater Alkoholgehalt. Feine, elegante und lebendige Säurestruktur, die ausgleichend, balancierend und erfrischend wirkt. Trotz seines enormen Geschmacksvolumens nicht sättigend. Herausragende Länge. Steht jahrgangsbedingt im deutlichen Kontrast zum extrem mineralischen, eher vertikal angelegten 2017er.

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2018er Piesporter Goldtröpfchen GP Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 49 19 • 12,5 % vol Alkohol

18🯅

Verkostet am 11. Dezember 2019 von Werner Elflein

Grünliches Weißgold. Fruchtbetontes, an heißes Schiefergestein erinnerndes Bukett mit Aromen von Pfirsich und Pfirsichkern. Angesichts des kraftvollen Körpers (13,5 % vol Alkohol) zunächst überraschend leichtgewichtig und elegant über der Zunge schwebend. Dennoch sehr präsent, kleidet im Mund jeden Quadratzentimeter aus. Erst im „letzten Drittel“ mit vermehrt spürbarem Druck am Gaumen. Zarte Restsüße. Mineralische Würze im Finale. Sehr lang und nachhaltig.

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2018er Piesporter Grafenberg Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 28 19 • 12,5 % vol Alkohol

16,5🯅

Verkostet am 2. September 2019 von Werner Elflein

Grünliches Zitronengelb. Kühler, zartpflanzlicher Rieslingduft mit rotfruchtigen Akzenten. Saftig und klar fokussiert, durchaus auch ein wenig grünkräuterig. Vitale Säure. Ein Grenzgänger zwischen Cool- und Hot-Climate, der die guten Seiten beider Welten in sich vereint. Nach rund zwei Stunden Luftkontakt etwas charmanter und weicher. Hervorragende Länge und Nachhaltigkeit. Ein im besten Sinne untypischer Vertreter des Jahrgangs 2018.

15,5🯅

Verkostet am 1. Juni 2019 von Werner Elflein

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2018er Piesporter Treppchen von den Terrassen Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 48 19 • 13,5 % vol Alkohol

17,5🯅

Verkostet am 14. Dezember 2019 von Werner Elflein

Helles Gelb mit weißgoldenem Kern. Vom Glas steigen zum einen reife, üppige Aromen von Pfirsich und Pfirsichkern in die Nase empor, zum anderen weist eine sehr prägnante mineralische Komponente eindeutig auf pures Schiefergestein hin. Im Mund setzt sich diese Dualität schlüssig fort. Winzige Schieferplättchen scheinen sich an der Zungenoberfläche zu reiben. Die analytischen Werte von Säure und Zucker erscheinen in diesem Kontext völlig unbedeutend. Unweigerlich stellt sich nur eine einzige Frage: Wieviel Terroir verkraftet der menschliche Verstand? Ein monumentaler Riesling, der in seiner Stilistik ein wenig an die Wachau erinnert und bei dem nur leider der Alkohol ein wenig hervorsticht. Sehr gute Länge.

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2018er Veldenzer Grafschafter Sonnenberg Riesling Alte Reben Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 43 19 • 13 % vol Alkohol

17🯅

Verkostet am 3. Dezember 2019 von Werner Elflein

Zartgrünes Weißgold. Komplexes, primär aber fruchtbetontes Bukett mit Aromen von gelbem Apfel. Erinnert auch an ein frisches Kompott mit großen Apfelstücken. Daneben Nuancen von Orange und Mandarine. Auf der Zunge mit feinwürzigem Auftakt, nicht minder aber auch geprägt durch die zuvor beschriebenen Früchte. Subtile Mineralität, die sich zunächst hinter einer Tür verbirgt. Doch langsam bewegt sich die Türklinke nach unten, und leise, auf Zehenspitzen tänzelnd, schleichen sich mineralische Noten heran, die im Mund regelrecht vibrieren. Großartige Substanz, die Alkohol, Säure und Süße in eine zartcremige Fülle verpackt. Hervorragende Tiefe, klingt lange nach.

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2018er Wintricher Geierslay Riesling sur lie Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 42 19 • 12 % vol Alkohol

16,5🯅

Verkostet am 18. Dezember 2019 von Werner Elflein

Helles, funkelndes Strohgelb. Konzentrierter Rieslingduft mit feinen Pfirsicharomen. Auf der Zunge mit der Präsenz einer leichten Spätlese. Verspielt, mit vitaler Säure und aromatischer Dichte. Gleichzeitig elegant und mit würzigem und eindringlichem Fingerabdruck des Schiefers am Gaumen. Sehr gute Länge und Nachhaltigkeit.

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2018er Wintricher Geierslay GW Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 44 19 • 13 % vol Alkohol

16🯅

Verkostet am 25. Dezember 2019 von Werner Elflein

Leuchtendes helles Gelb. Bereits die Nase mit ihrem konzentrierten Duft nach Steinobst lässt erahnen, dass es sich um einen sehr opulenten Wein handelt. Im Mund mit cremigem Mundgefühl und einem mineralischen Fundament, das sich jedoch nur schwer gegen das monumentale Bollwerk durchsetzen kann. Der Alkohol sticht ein wenig hervor. Das Geschmacksbild entspricht einer feinherben Auslese. Sehr lang und mit kraftvollem Nachhall.

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2018er Wintricher Ohligsberg Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 38 19 • 13 % vol Alkohol

16,5🯅

Verkostet am 26. September 2019 von Werner Elflein

Derzeit noch recht verschlossen. Spricht auf Belüftung im Ovarius-Dekanter gut an. Helles Goldgelb. Puristischer Rieslingduft mit feiner Kräuternote, die entfernt an ein bekanntes Schweizer Kräuterbonbon erinnert. In der Nase aber auch mit Aromen von gelbem und grünem Apfel sowie etwas Apfelschale. Wirkt am Gaumen noch etwas monolithisch. Saftige Frucht, feine Säure, trockenes Geschmacksbild, sehr gute Länge. Benötigt noch Ruhe und Geduld.

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2018er Riesling Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 32 19 • 12 % vol Alkohol

15🯅

Verkostet am 16. August 2019 von Werner Elflein

Als Literwein im Holzfuder ausgebaut, spontanvergoren und alleine schon aus diesem Grund eine Provokation des Mainstreams. Zartgraues Gelb. In der Nase mit feinen, aber eben nicht primären Fruchtaromen und dem Duft von blauem Schiefer. Deutliche Prägung durch die wilden Kellerhefen. An der Luft entwickelt sich mehr Komplexität. Nuancen von Zimt und Walderdbeeren. Auf der Zunge geradlinig und in erster Linie der Mineralität verpflichtet. Belebende, pikante Säure, herb-würziger Charakter. Extrem trocken, dennoch charmant und ausgewogen. Sehr gute Länge.

Naturweinorangetrocken bis feinherbChardonnay

2018er „Virgo Natura“ Chardonnay

Deutschland

Landwein der Mosel • Geschützte geografische Angabe (g. g. A.)

Losnummer 1/20 • 13 % vol Alkohol

17🯅

Verkostet am 4. Mai 2020 von Werner Elflein

Orangegold. Tiefgründiger, floraler Duft nach Holunderbeere und Streuobst. Die nach dem Öffnen der mit einem Kronkorken verschlossenen Flasche noch wahrnehmbare Kohlensäure erweist sich als flüchtig. Auf der Zunge zartcremig, mit weichem Schmelz und hochwertigen, nicht ansatzweise bitteren Phenolen. Elegant und fein, trotz gut verpackter (oder sagen wir besser: versteckter) 13 % vol Alkohol. Reichhaltige Aromatik, die an uralte gelbe Apfel- und Birnensorten erinnert, untermalt mit einer dezenten Würze von Blütenhonig. Noch gut als Chardonnay erkennbar. Hervorragende Länge.

WeinweißfeinherbWeißer Riesling

2018er Brauneberger Juffer Riesling Kabinett feinherb

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 21 19 • 11 % vol Alkohol

16,5🯅

Verkostet am 20. August 2019 von Werner Elflein

Nach dem Brauneberger Riesling ein weitererer hochklassiger Vertreter der 2018er Kollektion von Stefan Steinmetz, den ich bei der ersten Verkostung im Juni zwar hoch bewertet, aber, wie sich nun zeigt, dennoch etwas unterschätzt habe. Die Entwicklung der vergangenen zweieinhalb Monate spricht jedoch eindeutig für den Wein. Zitronengelb mit weißgoldenem Einschlag. Fruchtbetontes, von der Spontangärung und feiner Pfirsichnote geprägtes Bukett. Auf der Zunge bei aller Kraft und Fülle – dabei schlagen hier lediglich 10 % vol Alkohol zu Buche – mit einer eines Kabinetts würdigen Eleganz. Saftige Rieslingfrucht, animierendes Spiel von schroffer Schiefermineralität, zarter Süße und subtil anklingender Säure. Obwohl alle Komponenten sehr gut aufeinander abgestimmt sind, verfügt der Wein über genügend Charakter und Eigenständigkeit, um in seiner Prädikatskategorie (auch stilistisch) herauszuragen. Im hervorragenden und langen Finish außergewöhnlich druckvoll, ohne dabei aus der Form zu geraten.

15🯅

Verkostet am 1. Juni 2019 von Werner Elflein

WeinweißsüßWeißer Riesling

2018er Mülheimer Sonnenlay Riesling Kabinett

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 19 19 • 9 % vol Alkohol

16🯅

Verkostet am 30. Oktober 2019 von Werner Elflein

Blasses Gelb. Noch unentwickeltes und verhaltendes Bukett mit dezenten Aromen von Pfirsich und Nektarine. Geradliniger und messerscharf auf das Wesentliche fokussierter klassischer Kabinett mit mundwässernder Saftigkeit und einer pikanten, würzigen, reifen und perfekt integrierten Säure. Ein Riesling mit großem Spaß- und Animationsfaktor, den ich im Jahrgang 2018 für kaum möglich gehalten hätte. Sehr lang und nachhaltig.

WeinweißsüßWeißer Riesling

2018er Piesporter Grafenberg Riesling Kabinett

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 20 19 • 10 % vol Alkohol

16🯅

Verkostet am 22. Oktober 2019 von Werner Elflein

Helles Weißgold mit grünlichem Touch. Mineralischer und leicht pflanzlicher Duft nach Grapefruit und Pfirsich. Vor Saftigkeit strotzende Rieslingfrucht mit pikanter Säure und herb-würziger Note. Klassischer Kabinettstil, der auf eine nur sehr moderate Süße setzt. Daher für seine Prädikatsstufe recht krätig und von seiner Gewichtsklasse her eher eine Spätlese. Zeigt im Finale pure Grapefruitaromen mitsamt der zugehörigen Bitternote. Hervorragende Länge. Könnte in dieser Form aus einem deutlich kühleren Jahr stammen.

WeinweißsüßWeißer Riesling

2018er Dhroner Großer Hengelberg Riesling Spätlese Goldkapsel

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 13 19 • 8,5 % vol Alkohol

18🯅

Verkostet am 18. September 2019 von Werner Elflein

Helles Weißgold. Beeindruckend konzentrierter und klar fokussierter Beerenduft. Setzt am Gaumen nicht auf die plakative Kontrastierung der Säure durch Süße, sondern besticht durch ein filigranes, vielschichtiges, hochfeines und hintergründiges, bestens in das cremige Mundgefühl eingebettetes Spiel von Mineralität und Frucht. Anklingende Aromen von Orange und Karambole. Bemerkenswerte Fülle einer Auslese, ohne jedoch auch nur mit einem Hauch Botrytis. Exzellente Länge.

18🯅

Verkostet am 1. Juni 2019 von Werner Elflein

WeinweißsüßWeißer Riesling

2018er Kestener Paulinsberg Riesling Spätlese Goldkapsel

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 12 19 • 10 % vol Alkohol

19🯅

Verkostet am 11. Oktober 2019 von Werner Elflein

Helles Weißgold mit leichtem Grünschimmer. Bereits beim Entkorken steigt aus dem Flaschenhals purer Nektarinenduft mit Anklängen von Pfirsich und Aprikose in die Nase empor. Im Mund breitet sich die Frucht explosionsartig über die Zunge und am Gaumen aus. Saftig und mit einem für den Jahrgang überraschend expressives und perfekt ausbalanciertes Spiel von Süße und Säure. Exzellente Länge. Eine Spätlese mit hohem Animationsfaktor, gemacht für mehrere Jahrzehnte.

WeinweißsüßWeißer Riesling

2018er Brauneberger Juffer Sonnenuhr Riesling Auslese Goldkapsel

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 16 19 • 8 % vol Alkohol

18,5🯅

Verkostet am 29. Oktober 2019 von Werner Elflein

Grünliches Weißgold. Von opulenter Fruchtexpression, dabei teilweise von getrocknetem Obst geprägtes Bukett. Vorwiegend reife gelbe Früchte, im Hintergrund auch mit tropischer Komponente. Auf der Zunge präsentiert sich die Auslese keineswegs zu süß, vielmehr wäre angesichts der langen Lebensdauer ein höherer Restzuckerwert vielleicht sogar wünschenswert. Beeindruckt am Gaumen durch fordernde Fruchtfülle und eine leicht bananige Textur, die in ihrer Ausprägung an die heißen Jahrgänge 2003 und 2005 erinnert. Elegantes und zurückhaltendes, erst im Finale anklingendes Spiel von reifer Säure. Exzellente Länge und Nachhaltigkeit. Benötigt unbedingt Reife und dürfte sein gesamtes Potenzial eher nach zwanzig als nach zehn Jahren zeigen.

WeinweißsüßWeißer Riesling

2018er Dhroner Großer Hengelberg Riesling Auslese Goldkapsel

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 14 19 • 7,5 % vol Alkohol

19,5🯅

Verkostet am 7. Oktober 2019 von Werner Elflein

Pures Weißgold. Konzentrierter Beerenduft mit feinen, dezent anklingenden Aromen von teils hochreifer, teils gebackener Ananas. Liegt federleicht auf der Zunge. Am Gaumen hochelegant und mit enormer Dichte, die überraschenderweise von gänzlich botrytisfreiem Lesematerial (105 °Oechsle) stammt. Herausragende Balance. Zartes, subtiles, von cremiger Substanz ummanteltes Säurespiel. Nicht zu süß. Atemberaubende Länge, exzellente Nachhaltigkeit. Nicht für die Gegenwart gemacht. Dieser Auslese gehört die Zukunft.

WeinweißsüßWeißer Riesling

2018er Dhroner Hofberg Riesling Auslese Goldkapsel

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 15 19 • 8 % vol Alkohol

19🯅

Verkostet am 24. September 2019 von Werner Elflein

Brillantes leuchtendes Weißgold. Weinmacherlegende Hans-Günter Schwarz, der stets die klare Frucht der Traube im Wein propagierte, hätte seine wahre Freude an diesem hochfeinen, präzisen Beerenduft. Auf der Zunge pure Eleganz. Äußerst filigran und mit einer großartigen Balance. Zarte Cremigkeit am Gaumen, subtiles Säurespiel, perfekt abgestimmte Süße, exzellente Tiefe und Länge.

WeinweißsüßWeißer Riesling

2018er Kestener Paulinsberg Riesling Auslese Goldkapsel

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 17 19 • 8 % vol Alkohol

17,5🯅

Verkostet am 1. November 2019 von Werner Elflein

Helles Grüngelb. Spontanwürziges Bukett mit komplexen Fruchtaromen, die eine exakte Benennung erschweren. Karambole trifft wohl am ehesten zu, wenn die Säure der Frucht außer Acht gelassen wird. Eine süße Komponente erinnert an Aprikosengelee. Auf der Zunge saftig, mit guter Säurepräsenz und geschmacklich überraschend moderater Süße. Zum Teil mit noch etwas unscharfen Konturen. Die Gewürzaromen und Phenole sind noch auf der Suche nach ihrem festen Platz. Unter den diesjährigen Auslesen von Stefan Steinmetz ist diese wohl die zurzeit am wenigsten entwickelte. Erinnert an einen Fernsehthriller, dessen Handlung mehrfach eine überraschende Wendung nimmt. Eine Auslese, die echten Weinfreaks aufgrund ihrer hintergründigen Vielschichtigkeit weitaus mehr sagen dürfte als dem Mainstreamtrinker. Hervorragende Länge und Nachhaltigkeit.

WeinweißsüßWeißer Riesling

2018er Piesporter Goldtröpfchen Riesling Auslese Goldkapsel

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 18 19 • 9 % vol Alkohol

18🯅

Verkostet am 24. Oktober 2019 von Werner Elflein

Grüngelb mit weißgoldenen Reflexen. Fruchtbetontes, nicht allzu ausladendes Bukett nach reifer Orange. In der zweiten Nase feinwürzige, grünkräuterige Nuancen. Eröffnet im Mund mit zartcremiger Fülle, die ein mit leichter Verzögerung einsetzendes, von frischer Säure geprägtes Fruchtspiel nahezu perfekt kontrastiert. Nicht allzu präsente Süße. Moderat anklingende Botrytis im sehr langen Finish. Großartige Nachhaltigkeit.

WeinrottrockenBlauer Spätburgunder

2016er Mülheimer Sonnenlay Pinot Noir Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 4 18 • 12,5 % vol Alkohol

18,5🯅

Verkostet am 10. Dezember 2019 von Werner Elflein

Transparentes Granatrot mit Aufhellungen und diskreter Trübung. Frische, animierende Nase mit fokussiertem Duft nach Sauerkirsche. Reife, aber nicht übermäßig reife Frucht. Geprägt von Spannung, Eleganz und Feinheit. Auch bei diesem sehr dichten Pinot Noir von Stefan Steinmetz ist der Einsatz der gebrauchten Holzfässer von Romanée-Conti spürbar, die körnigen Tannine zeigen sich aber bereits recht harmonisch und lassen im Abgang sogar einen Touch dunkler Schokolade erkennen. Exzellente Länge und Tiefe. Würziger Nachhall. Eine Investition für mindestens zwanzig Jahre. Sollte unbedingt aber noch zehn Jahre auf der Flasche reifen.

18,5🯅

Verkostet am 1. Juni 2019 von Werner Elflein

Steinmetz & Hermann

Deutschland
– Betrieb eingestellt –

Portrait und alle Weine

Weinweißtrocken bis feinherbWeißer Riesling

2018er Ürziger Würzgarten Riesling Alte Reben Qualitätswein

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 40 19 • 13,5 % vol Alkohol

17,5🯅

Verkostet am 12. Dezember 2019 von Werner Elflein

Strohgelb. Mineralischer, konzentrierter Duft nach hochreifen gelbfleischigen Früchten. Kraftvoller Riesling mit durchaus spürbarem, leicht wärmendem Alkohol. Filigranes Säurespiel auf der Zunge, salzige Mineralität, der Harmonie dienende, gut abgestimmte Fruchtsüße, herausragende Länge, großartige Nachhaltigkeit.

WeinrottrockenBlauer Spätburgunder

2016er Pinot Noir Qualitätswein *** trocken

Deutschland

Mosel • Geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)

Amtliche Prüfungsnummer 2577121 13 18 • 12 % vol Alkohol

18🯅

Verkostet am 1. Dezember 2019 von Werner Elflein

Dunkles Granatrot mit mittlerer Transparenz. In der Nase mit kühler Pinot-Frucht und einem Hauch von Sauerkirsche. Am Gaumen wieder, und diesmal deutlicher, Sauerkirsche, verbunden mit einer enormen, ätherisch anklingenden Würze. Großartige Frische, teils mürbe, sandige, teils feinkönrige Tannine. Hervorragende Länge, sehr nachhaltig. Braucht Zeit.

18,5🯅

Verkostet am 1. Juni 2019 von Werner Elflein

Zeichenerklärung
🯅Die Bewertung des Weins basiert auf einen einzelnen Verkoster. Der Verkoster wird namentlich im Kontext der Bewertung genannt. Die Verkostung erfolgte entweder offen oder blind. Im Falle einer blinden Verkostung ist diese explizit als solche gekennzeichnet.
🯅🯅Die Bewertung des Weins basiert auf zwei Verkostern. Die Verkoster werden namentlich im Kontext der Bewertung genannt. Die Verkostung erfolgte nach dem Vier-Augen-Prinzip, bei der sich beide Verkoster auf eine gemeinsame Bewertung einigen.
🯅🯅🯅Die Bewertung basiert auf einer Verkostung unserer Jury und gibt den von uns aus den Einzelbewertungen der Verkoster errechneten Mittelwert an. Unser Mittelwert basiert auf dem Median.
Die Bewertung des Weins erfolgte im Rahmen einer Blindverkostung. Für eine Blindverkostung gelten bei uns strenge Regeln. Die Verkoster erhalten grundsätzlich keinerlei Informationen, die eine Identifizierung der Weine ermöglicht. Weitere Informationen, die über die Themenstellung hinausgehen, sind den Verkostern nur dann zugänglich, wenn sie für das Verständnis der Weine unbedingt erforderlich sind.
🕓Für die Verkostung des Weins stand uns – typischerweise während einer offenen Verkostungsveranstaltung, beispielsweise einer Weinmesse – nur wenig Zeit zur Verfügung. Der Wein konnte daher in seiner Entwicklung im Glas nicht über einen längeren Zeitraum beobachtet werden. Die Aussagefähigkeit unserer Bewertung kann daher unter Umständen eingeschränkt sein.
Der Wein wurde als Fassmuster oder vor Erteilung einer amtlichen Prüfungsnummer oder staatlichen Prüfnummer verkostet. Muster ungefüllter Weine werden von uns nur in Ausnahmefällen akzeptiert, und auch nur dann, wenn wir von einer ausreichenden Stabilität auf der Flasche für einen Zeitraum von mindestens drei Monaten ausgehen können.
Der Wein zeigte sich bei unserer Verkostung sensorisch auffällig. Dabei muss es sich nicht zwingend um einen Weinfehler handeln. Qualität und Quantität der Auffälligkeit werden von uns kategorisiert und fließen in die Bewertung ein. Weinfehler wie Korkschmecker oder die untypische Alterungsnote führen grundsätzlich zu einer vollständigen Ablehnung.
Verkostungen, die sich auf dieselbe Flasche eines Weins beziehen, werden optisch durch eine Punktelinie zusammengefasst.