Unsere Geschichte
Über 25 bewegte Jahre
Bild: PixabayDie Geschichte von weinfreaks.de ist untrennbar mit Werner Elflein verbunden. Das Interesse des 1969 geborenen Diplom-Mathematikers am Wein begann bereits in den 1980er Jahren. Noch heute erinnert er sich an seine ersten beiden Weine: zwei trockene fränkische Silvaner-Kabinette aus den Jahrgängen 1983 und 1984. Beide Weine waren eher schlank und vergleichsweise neutral im Stil ihrer Zeit und keineswegs von herausragender Qualität. Trotzdem zeigten sie Unterschiede, die Werner bereits damals mit den jeweiligen Einzellagen und Jahrgängen in Verbindung brachte. Aus heutiger Sicht war es eine frühe Begegnung mit einer Frage, die ihn in den folgenden Jahrzehnten immer wieder beschäftigen sollte: Warum schmecken Weine so unterschiedlich, und welchen Anteil daran haben Herkunft, Jahrgang und Entwicklung?
Während seines Studiums begann Werner, sich intensiver mit Wein und seinen unterschiedlichen Herkünften auseinanderzusetzen. Dabei blieb es nicht bei der Beschäftigung mit Weinliteratur und dem Verkosten einzelner Flaschen. Er bereiste die meisten deutschen Anbaugebiete und ging dem Terroir im Weinberg auf den Grund.
Ein besonderes Augenmerk galt stets der Entwicklung von Weinen über die Zeit. Für Werner war Wein nie ausschließlich eine Momentaufnahme. Die Frage, wie sich ein Wein verändert, wie er reift und ob er sein Potenzial tatsächlich entfaltet, wurde zu einem wesentlichen Bestandteil seiner persönlichen Weinerfahrung. Nicht wenige Weine begleiteten ihn deshalb über Jahrzehnte. Heute verfügt Werner über mehr als 40 Jahre Weinerfahrung.
Die Gründung von weinfreaks.de
Im Sommer 2001 gründete Werner Elflein gemeinsam mit Christian Segers († 2018) weinfreaks.de. Gemeinsam entwickelten sie das ursprüngliche Konzept und legten damit den Grundstein für ein Projekt, das sich in den folgenden Jahren immer weiter verändern und entwickeln sollte.
Von Anfang an ging es nicht allein darum, Weine vorzustellen oder persönliche Geschmacksvorlieben zu dokumentieren. Mit der zunehmenden Beschäftigung mit Wein stellte sich vielmehr auch die Frage, wie Weine möglichst nachvollziehbar und unabhängig beurteilt werden können. Die Verkostung selbst wurde damit zu einem wichtigen Teil des Konzepts.
Der Weg zur heutigen Verkostungsmethodik
Einen wichtigen Einschnitt markiert das Jahr 2010. In diesem Jahr etablierte Werner Blindverkostungen nach den Maßstäben, an denen sich die Verkostungsmethodik von weinfreaks.de bis heute orientiert.
Die Methodik wurde in den Folgejahren Schritt für Schritt weiterentwickelt und verfeinert. Erkenntnisse aus den eigenen Verkostungen flossen ebenso ein wie konstruktive Anregungen von außen.
Diese kontinuierliche Weiterentwicklung prägt weinfreaks.de bis heute. Die Verkostungsmethodik versteht sich nicht als starres Regelwerk, sondern als ein System, das aus der praktischen Erfahrung heraus immer wieder überprüft und verbessert wird. Dabei geht es vor allem darum, die Voraussetzungen für eine möglichst unabhängige, kritische und nachvollziehbare Beurteilung von Wein zu schaffen.
Wein aus persönlicher Perspektive
Über mehr als zehn Jahre hinweg betrieb Werner neben weinfreaks.de das Weblog Werner Elflein | Mein Weintagebuch.
Das Weintagebuch ergänzte die Arbeit an weinfreaks.de um eine stärker persönliche Perspektive. Während weinfreaks.de zunehmend von der Frage geprägt wurde, wie Wein möglichst unabhängig und systematisch beurteilt werden kann, bot das Weintagebuch Raum für die unmittelbare Beschäftigung mit den eigenen Weinerfahrungen.
Heute
Mehr als 25 Jahre nach der Gründung ist weinfreaks.de das Ergebnis einer langen persönlichen Entwicklung und einer ebenso langen Beschäftigung mit Wein.
Die Geschichte von weinfreaks.de ist deshalb auch die Geschichte eines fortlaufenden Lernprozesses. Was 2001 mit einem gemeinsamen Projekt von Werner Elflein und Christian Segers begann, wurde über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg immer wieder weiterentwickelt. Die Erfahrungen aus dieser Zeit bilden heute die Grundlage für unseren Anspruch an eine unabhängige, kritische und möglichst unvoreingenommene Weinkritik.